Kerns - aus dem Leben eines Drillings

Sonntag

Ein verregneter Sonntag. Eine leere WG.  Eine Straße, auf der sogar Sonntags so viele Autos fahren, dass ich mir nie hätte vorstellen können mal dort zu wohnen. Zwei Konferenzbeiträge, die  geschrieben werden wollen.   Zwei Filme habe ich mir heute schon angeschaut. Zwei Stunden war ich spazieren. Es ist Sonntag, ich habe einen ganzen Tag nichts vor und könnte die Zeit so gut nutzen um zu schreiben. Wenn mir nicht die Motivation fehlen würde. Wenn ich mich überwinden könnte anzufangen.  Ja, es ist Sonntag und ich könnte auch einfach meine Blumen umtopfen, einen Kuchen backen, Wäsche waschen, einen Kaffee trinken gehen. Und doch kann ich mich auch dazu nicht aufraffen. Promovierende könnten immer schreiben, Studierende immer lernen, Selbstständige immer arbeiten. Ich mag es zu promovieren und frage mich an solchen Tagen trotzdem, ob es nicht schön wäre einen Job mit festen Arbeitszeiten, Feierabend, Wochenende (ohne schlechtes Gewissen) zu haben. Würde aber auch eine ganze Menge Freiheiten kosten.

Eine Chance gebe ich dir noch, liebe Doktorarbeit. Revolverheld an. Word öffnen. Schreiben.

Heute hier, morgen dort

Meine Reisemarathons zu Zeiten der Umweltinformatik-Konferenzen im Herbst (wie im Jahr 2015 und 2016) habe ich mit meiner Nord-West-Süd-Deutschland-Tour Ende Januar / Anfang Februar  toppen können. Und war anschließend froh 5 Tage am Stück daheim zu sein – so lange wie bisher noch nie in 2017. Dass das die Ausnahme und nicht die Regel wird, habe ich mir aber fest vorgenommen. Nichtdestotrotz sitze ich jetzt im Zug, um wieder in den „Süden“ zu fahren. Dank WIFIonICE nutze ich die Zeit zu bloggen. Ja, ich habe entdeckt, dass „immer online“ zwar ablenkt, aber eben auch genutzt werden kann. Konzentriert arbeiten werde ich dann nach meinem Umstieg in den IC bzw. RE 🙂

Lesen Sie weiter

An die Tasten, fertig, los

Vor gut einem Monat rief Jutta zur Schreib-Challenge für Promovierende auf. Jutta? Ist Wissenschaftscoach, die ich in verschiedenen Workshops im Rahmen von ProViae (Mentoring für Nachwuchswissenschaftlerinnen an der Leuphana) und in einem Einzelcoaching kennenlernen durfte. Schreib-Challenge? Sozusagen eine Steigerung zum Schreib-Workshop 🙂 In einem festgelegten Zeitraum gibt’s jeden Morgen eine Mail mit einer Tagesaufgabe, die hilft ins Schreiben zu kommen, sich selbst und seine Arbeit zu strukturieren, sich klar zu werden, wie eine persönliche Routine aussehen könnte.

Lesen Sie weiter

Ein Herz zum Anbeißen

Das „Hochzeitsfieber“ ist ja schon länger in meinem Umfeld ausgebrochen. Jetzt wurde auch in meinem Forschungskolloquium – der Gruppe, mit der wir uns regelmäßig treffen und Fragen, Erfahrungen, Stand zu unseren Doktorarbeiten austauschen – geheiratet. Für mich eine Gelegenheit für die nächste Motivtorte:

Lesen Sie weiter

Dissertationen an der Bar

Der folgende Text ist während des Schreibworkshops in Bielefeld im Rahmen des Böll-Seminars „erfolgreich promovieren“ entstanden.

Aufgabe: Stellt euch vor, eure Dissertationsprojekte sitzen nach einem langen Schreibtag an der Bar und unterhalten sich über ihre Schreiber/innen. Was würde deine Dissertation wohl über dich sagen?
Ihr könnt z.B. so einsteigen: „Ich werde von … geschrieben. Ich kann und möchte von keiner anderen Person geschrieben werden, aber ich habe es auch nicht immer leicht mit meiner Autorin. Deshalb bin ich froh, dass ich mich jetzt mal aussprechen kann…“
Ihr habt 10 Minuten Zeit.

Lesen Sie weiter

Nur noch wenige Türchen…

… dann sind die diesjährigen Adventskalender Geschichte.

Dieses Jahr habe ich für meine Schwestern jeweils einen Kalender gebastelt – einer für „alle Fälle“ und einer, passend zur Adventszeit, zum Backen. Seht hier, wie sie entstanden sind:

Lesen Sie weiter

Wieder heißt es Abschied nehmen

17. Dezember 2016 – vor zwei Jahren hatte ich meinen Ausstand am Umwelt-Campus, vor zwei Tagen meinen letzten Arbeitstag als WHK an der GradSchool der Leuphana. Abschied-nehmen habe ich noch nie gemocht, auch wenn es kein wirklicher Abschied von der Uni ist (ich promoviere ja noch ;)), so dennoch von lieben Kolleg*innen. Naja, wir werden auch so in Kontakt bleiben, über FGV, Promotionsvertretung und GradSkills. Einfach sehen, was kommt.

So wie vor zwei Jahren gab es auch an diesem letzten Arbeitstag zunächst Kuchen in kollegialer Runde und dann die große Mitarbeiterfeier.

Garten – Schnecken – Hut – Kuchen

Es war einmal ein Kulturgarten-Plenum, bei dem darüber gesprochen wurde, wie wir denn die Schnecken im Garten auf möglichst natürliche Art los werden können. Eine Lösung haben wir nicht gefunden, wohl aber eine mutige Person, die sich um diese Angelegenheit kümmern wollte. Bedingung: sie hätte gern einen Schnecken-Hut als offizieller Schneckenbeauftragter.

Leider vergas ich – hätten wir es doch besser ins Protokoll geschrieben – meine Zusage einen solchen Hut zu basteln. Das fiel jetzt wieder ein. Und da ich jetzt (bzw. vor 10 Tagen) für das Laternen-Fest eh einen Kuchen backen wollte, wurde es eben ein Schneckenhutkuchen. Die Kuchen mit einer „Geschichte“ dahinter sind mir noch immer die liebsten!

Lesen Sie weiter

Was es mit dieser „ideellen Förderung“ auf sich hat

Promotionsstipendien. Finanzielle Förderung muss nicht weiter erklärt werden, aber ideell? Das umfasst bei den Böllies ein umfangreiches Angebot an Workshops, Veranstaltungen, Seminaren, AGs und anderen Treffen. Wenn ich so nach einem Jahr Förderung abwäge, ob ich persönlich dafür die lästige Krankenversicherungsfrage in Kauf nehmen würde, ist meine Antwort: Ja! Schöner wäre natürlich, wenn die Promovierende mit Stipendium einen anderen Status in Sachen Krankenversicherung hätten – aber das ist ein anderes Thema. Mich beschäftigt es ab nächstem Jahr, weil dann meine WHK-Stelle Ende des Jahres leider ausläuft. Aber auch die „Besserstellung der Doktoranden“, die es durch die Gesetzesänderung im März geben soll(te), soll hier nicht diskutiert werden. Das sind Themen für hochschulpolitische Aktivitäten, mit denen ich mich vielleicht bald mehr auseinandersetze (Ende November ist Wahlzeit). Wenn sie zu einem Blog-Thema werden (wenn überhaupt), dann erst, wenn ich mich mehr auskenne!

Lesen Sie weiter

Vom Wissen zum Handeln

Oder auch: Willkommen zurück im Studentenleben 🙂 Als Promovierende haben wir in den letzten Jahren umfangreiches Wissen zu den verschiedensten Themen gesammelt – überwiegend Theorie, wenig Praxis. Das Angebot in Bochum für ein Weiterbildungsstudium für Promovierende, die nach ihrer Promotion in die Wirtschaft wollen (mehr dazu auf der Website des RUBIGM), klang spannend. Ob ich das will, weiß ich noch nicht, aber ich könnte es mir vorstellen. Heute war der 3. Seminartag (von insgesamt 16, jeweils Freitag/Samstag).

Lesen Sie weiter

« Ältere Beiträge

Copyright © 2017 Kerns – aus dem Leben eines Drillings

Theme von Anders Norén↑ ↑