… wäre ich jetzt in Spanien! Beim Sortieren meiner Blättersammlung entdeckte ich einen Zeitplan, den ich während eines Workshops „Professionelle Methoden für Antrags- und Projektmanagement“ im Rahmen der informatica feminale 2015 erstellt habe. Spannend! Demnach sollte ich meine Diss quasi fertig haben, mich im Forschungssemester in Spanien befinden und Ende des Jahres meine Promotion abschließen. Wie doch die Zeit vergeht…

Stattdessen sitze ich – wenn ich gerade nicht unterwegs bin – in Lüneburg, habe (vor meiner Aufräum-Aktion) weiter an meinem Artikel gearbeitet und auch da positive Überraschungen erlebt: das Dokument habe ich zuletzt vor genau zwei Monaten geöffnet und mir war gar nicht mehr klar, was ich schon alles geschrieben hatte 🙂 Kennt ihr das, wenn ihr alte Notizen findet? Doch nochmal einen Blick in alte Arbeiten werft (die Tipp-, Grammatik- und Rechtschreibfehler wissentlich übersehend)? Langsam habe ich den Verdacht, dass noch so manche Idee auf meinen Schmierzetteln schlummert. Wer weiß, vielleicht greife ich sie irgendwann noch mal auf…

Ich habe auch alte Mindmaps und Pro-und-Contra-Listen gefunden zur Frage, ob ich promovieren soll, wenn ja wo und worüber. Rückblickend scheint mancher Lebenslauf so logisch aufeinander aufbauend, als wäre der Weg eh schon klar gewesen. Und doch sind es oft Zufälle, Gelegenheiten, die sich boten und „einfach mal“ genutzt wurden. Dabei war es gar nicht so einfach. Persönlich finde ich es spannend mich darüber auszutauschen, festzustellen, dass es nicht nur mir so geht und die Zweifel dann irgendwie gelöst (bzw. teils von anderen abgelöst) wurden. Wer weiß, vielleicht werde ich doch noch Wissenschaftscoach, wenn ich „groß“ bin.

Wer weiß, wer weiß. Ich weiß, dass eine Promotion viele Möglichkeiten mit sich bringt, die ich so wohl nicht erwartet habe. Und noch ist meine Reise nicht vorbei – auch wenn ich, entgegen ursprünglicher Pläne, aktuell national statt international unterwegs bin. Agiles Zeitmanagement hat auch etwas für sich!