Home – Heimat – Zu Hause. Was heißt das eigentlich? Was macht den Ort aus, den wir „zu Hause“ nennen? Ist es wirklich der Ort oder sind es vielleicht doch eher die Menchen, die an einem Ort sind? Persönlich denke ich bei dem Begriff auch immer an „Kindheit“, „Erinnerungen“, …

Eine Veranstaltung zum Thema HOME fand vor ein paar Tagen in Lüneburg statt. Es wurde gesungen, Gedichte vorgelesen, sich über Fragen und dem Verständis von Heimat – HOME ausgetauscht. Das alles in einer offenen, wohlwollenden, entspannten Atmosphäre ehrlichen Interesses. Noch dazu multikulturell: deutsch, arabisch, englisch.

Heimat ist das, was gesprochen wird. (Herta Müller)

Zu hause sein, sich daheim fühlen – das hat für mich auch immer viel mit der Atmosphäre zu tun, mit einem Ort, an dem ich mich wohl fühle, an dem Menschen um mich sind, die ich gerne mag, wo ich sein kann, wer ich bin. Vielleicht hat mir die Veranstaltung dazu im Lüneburger Heinrich-Heine-Haus auch deshalb so gut gefallen: weil eine Stimmung herrschte, wo jede und jeder sein konnte, wie er ist.

  • Joh LowmaX auf der Bühne mit seinen Liedern und seinen Gedanken zum Thema,
  • die Gedichte von Mascha Kaléko, einer Heimatlosen, vorgelesen von Barbara
  • Mohammad, der seine eigenen Gedichte auf deutsch und arabisch vortrug
  • Sam und ihre Band, die für ordentlich Stimmung sorgte – mehrsprachig und inspirierend, von arabischer bis internationaler Kultur
  • und wir alle als Gäste, die dabei sein konnten und diese Atmosphäre, so weltoffen und gleichzeitig ein wenig in der eigenen „Blase“ (leider).

Die Veranstaltung wurde in Kooperation mit dem MOSAIQUE organisiert. Jenem Projekt, das mit der Alten Musikschule in Lüneburg genau einen solchen Ort schaffen will: weltoffen, kommunikativ, lebendig, verbindend. Über die Willkommensinitiative bin ich auf das Projekt aufmerksam geworden und seit dem begeistert bei der Entstehung mit dabei. Jetzt den ersten Abend so zu erleben, wie wir uns gemeinsame Stunden im Haus der Kulturen vorstellen – beeindruckend!

Als „positiver Nebeneffekt“ habe ich über das Projekt eine Doktorandin kennengelernt, die selbst sehr viel unterwegs ist, sich ehrenamtlich engagiert und – ach ja, da war ja was – ihre Doktorarbeit schreibt. Kommt mir irgendwie bekannt vor 😉 Toll diesen Austausch zu haben!