Eigentlich dachte ich, dass ich die Konferenz ab dem 2. Tag genießen kann. Genießen in dem Sinne, dass alle aktiven Aufgaben erledigt sind und man passiv den anderen und ihren Vorträgen lauschen kann. Aber dann gab es kurzfristig Änderungen im Programm und ich wurde gefragt, ob ich den einen Main Track als Session Chair moderieren kann. Da ich mich freute, dass man mir das zutraute, sagte ich natürlich zu 🙂 So viel zu „alter Hase„.

Main Track klingt furchtbar wichtig, letztendlich haben die Organisatoren darunter aber alle Vorträge zusammengefasst, die sich selbst keinem Workshop zugeordnet haben. Thematisch waren die Vorträge dann auch sehr vielfältig. Einerseits spannend, andererseits schwierig, dass Fragen gestellt werden und sich eine Diskussion ergibt. Irgendwie hat es aber funktioniert und dass die Kaffeepause dann eben etwas früher startete, bedauerte sicherlich kaum jemand. Btw, wenn ich mich nicht täusche, waren alle vier Votragenden Doktoranden (so viel zu meiner Theorie zur Bewertung des Doktorandenworkshops). Anyway, ich war froh über die Aufgabe, um nicht „same procedure as every year“ zu haben. Es führte dann auch dazu, dass davon ausgegangen wurde, dass ich schon mit meiner Promotion fertig bin…

Im Anschluss nahm ich am Treffen des Fachausschusses teil. Wenn man so will, die „wahren alten Hasen“. Auf jeden Fall interessant und ich bin gespannt da aktiver zu werden. Mir ging jedoch auch der Kommentar der „Jugend für Geflüchtete“ zur Organisation der ersten Straße der Begegnung durch den Kopf: „Ich dachte immer, bei den Erwachsenen läuft es weniger chaotisch.“ Ich sage es mal so: anders als Sitzungen studentischer Gremien war das Treffen auch nicht 😉

Und dann: Social part of the conference! Sight Seeing und Conference Dinner. Leider zeigte sich Luxemburg nicht von seiner besten Seite. Für die Konferenz an sich ist es ja recht vorteilhaft, wenn es draußen regnet und alle in geschlossenen Räumen sitzen (bleiben). Die Stadtführung hätte für meinen Geschmack etwas trockener sein können, auch wenn sie schon entspannter war als unser Rückweg gestern (zudem waren auch meine Schuhe besser geeignet). Gesehen haben wir trotzdem was, denn unser Stadtführer trotzte dem Regen, was nicht alle Gruppen taten. Luxemburg ist auf jeden Fall eine interessante Stadt mit ihren zwei Ebenen – und den Aufzügen um zwischen ihnen zu wechseln. Highlight der Tour war dann auch einer der Aufzüge: komplett aus Glas, 65 Meter hoch, ganz schön schnell oben und herrlicher Blick!

Das Dinner im Gala-Sterne-Restaurant zeigte mal wieder, dass die besonders noblen Einrichtungen wohl noch immer nicht so ganz mit Vegetarieren klar kommen… naja, die Cremé Brulee zum Nachtisch war dafür sehr lecker!